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Raubzug

2013 - zweisprachiges Eisenbahntheater entlang der Kärntner Rosentalbahn

UNIKUM – Universitätskulturzentrum | teatr Trotamora | teatr Zora

Premiere:
21.09.2013 | 10.57–18.07
Hauptbahnhof Klagenfurt – Bahnhof Rosenbach

Regie:
Marjan Štikar

Assistentin:
Alina Zeichen

Musik:
Jozej Štikar

Technik:
Kristijan Rehsmann | Marko Sitter

Mitwirkende:
teatr trotamora | teatr zora | Inklusivtheater Lebenshilfe Ledince | Ali Gaggl | Primus Sitter | i. v. A.

Raubzug | vlak strahu | train of justice – ist ein Projekt im Rahmen des Festivals „Transformale – Kunst, Küche, Kultur Kärnten“

 

Das Trauma der Geschichte und die prekäre Gegenwart des Kärntner Rosentals/Rož sind der Stoff eines mehrstündigen »Eisenbahndramas« der zweisprachigen Theatergruppe TROTAMORA. Schauplatz ist die Bahnstrecke zwischen Klagenfurt/Celovec und Rosenbach/Podrožca, die eine Landschaft des wirtschaftlichen Niedergangs und der kulturellen Widersprüche durchquert. Erzählt wird die Geschichte einer noblen Reisegesellschaft auf der Fahrt ins Blaue, die sich bald mit sozialem Elend und dem Zorn der Ausgebeuteten konfrontiert sieht. So gerät der Sonderzug allmählich ins Stocken und muss die Reise teilweise zu Fuß fortgesetzt werden. Dabei kommt es zu Begegnungen mit den Armen und Ausgestoßenen der Gesellschaft, aber auch mit den HeldInnen des Alltags und mit Figuren aus der Traum- und Sagenwelt, die in rund 20 Bildern von über 50 AkteuerInnen zur Darstellung gelangen.

Vordergründig als turbulente Odyssee angelegt, thematisiert RAUBZUG nicht nur Aufruhr und Gewalt als Resultat sozialer Ungerechtigkeit, sondern auch Utopien von Gleichheit und Brüderlichkeit. Stilmittel sind satirisch überhöhte Actionszenen, politische Texte, die zu Dialogen montiert werden, sowie poetische und musikalische Sequenzen, die dem Publikum – als Teil der Reisegesellschaft – assoziativen Freiraum lassen.

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