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Das brennende Dorf – la brulanta vilaĝo

2003 - R. W. Fassbinder nach L. De Vega

Slowenische Uraufführung | Premiere:
31.03.2003

Regie:
Marjan Štikar

Übersetzung:
Darko Čuden

Musik:
Jozej Štikar

Kostüme:
Elena Fajt-Velikonja

Szene:
Toni Reichmann

Untertitel:
Laura Ippen

Übersetzung Esperanto:
Timi Wüster

Untertitel Esperanto:
David Kassl

Video-Technik:
Rudi Melcher

Technik:
Marko Ferm

Grafik:
Hannes Gröblacher | Rudi Melcher

Druck:
DRAVA

Breakdance:
Dejan Mačesič in Damir Kajevič

Es spielen:
teatr trotamora | Franci Spitzer | Mirko Lepuschitz | Toni Isopp | Maja Malle | Irina Urbajs | Nadja Pörtsch | Marko Sitter | David Višnjić | Zalika Steiner | Drago Pörtsch | Ferdinand Hafner | Breda Sticker | Martina Kanzian | Hanca Pörtsch | Karin Spitzer-Simonitsch | Izidor Sticker | Jozej Spitzer | Martin Koren | Tonej Sticker | Čarlej Krautzer | Hanzej Wuzella st. | Martin Zwitter | Eva Moschitz

Spanien im 15. Jahrhundert. Noch hat sich die Monarchie nicht gegen den Feudaladel durchgesetzt. Der Großmeister des Calatrava-Ordens zieht zusammen mit dem Commandor von Fuente Ovejuna gegen die unter dem Schutz des Königshauses stehende Stadt Ciudad Real. Madrid ist weit. Der Handstreich gelingt und führt den Commandor an den Gipfel seiner Macht. Er ist ein Wüstling und Tyrann, der sich die Frauen nimmt, die er haben will. Nur bei Laurentia, der Tochter des Ortsvorstehers, beißt er auf Granit. Seine Wut darüber lässt der Commandor am ganzen Dorf aus: Er schließt den Markt der ohnehin schon durch hohe Steuerabgaben geknechteten Bauern. Unmut macht sich breit. Die Frauen beschließen, der Gewaltherrschaft ein Ende zu setzen. Auch der Königshof in Madrid reagiert auf die Vorkommnisse in der Provinz und will weder den Verlust von Ciudad Real noch den Aufstand Fuente Ovejunas einfach so hinnehmen.

»Das brennende Dorf« (so der deutsche Titel in Anspielung auf das Schicksal des widerständigen Dorfes – wurde 1970 von Fassbinders »antiteater« in einer skandalträchtigen Bearbeitung der literarischen Vorlage aufgeführt. Hemmungen, Werke anderer zu plündern oder fremde Stile zu kopieren, hatte Fassbinder nie. Mit Vorliebe nahm er Elemente des realistischen Volksstücks auf, ohne dessen ästhetisch-ideologische Position zu teilen. Mit seinem aufklärerischem Impetus reagierte das »antiteater« direkt auf aktuelles Zeitgeschehen. »Fuente Ovejuna« wurde zunächst von seinem historischen Ballast befreit und dann auf einen Aspekt zugespitzt: Im Zentrum des Interesses steht bei Fassbinder die Herrschaft als sexuelle Gewalt.

»Und doch sind es die Männer, die die Welt beherrschen.«

Mengo

»Nur äußerlich. Im Grunde sinds die Frauen, die den Lauf der Dinge hemmen, fördern können.«

Laurencia

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